Die Geschichte des  Amberger Seminars

Hauptveranstaltung 

Samstag, 24. November 2012 - 9.15 - 11.15 Uhr

9.15 Uhr - Begrüßung: Ursula Schroll, Siegfried Hümmer

anschließend:  

Hauptreferat

Prof. Dr. Guido Pollak

 

Lehrstuhl für Allgemeine Pädagogik Passau

  • Prof. Dr. Guido Pollak1952 geboren in München
  • 1972 Abitur am Albrecht-Altdorfer-Gymnasium Regensburg
  • 1973-1979 Diplomstudium der Pädagogik, Psychologie, Soziologie und Politiwissenschaft an der LMU München und der Universität Regensburg
  • 1979-1983 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Pädagogik / Lehrstuhl für Pädagogik II (Prof. Dr. Helmut Heid) an der Universität Regensburg
  • 1980-1983 Nebenamtliche Lehrkraft an der FOS Regensburg
  • 1983 Promotion zum Dr. phil. an der Philosophischen Fakultät II der Universität Regensburg
  • 1983-1989 Akad. Rat a. Zt. an der Philosophischen Fakultät II der Universität Regensburg
  • 1989-1991 Wiss. Angestellter im DFG-Projekt „Modernisierung und Industrialisierung“
  • 1992-1993 Vertretung einer Professur für Erziehungswissenschaft (Prof. Dr. Heinz-Elmar Tenorth) an der Johann-Wolfgang-Universität Frankfurt am Main
  • 1992-1994 Lehrbeauftragter für empirische Forschungsmethoden an der Universität Jena
  • 1993 Habilitation im Fach Allgemeine Pädagogik an der Universität Regensburg
  • 1993-1995 Oberassistent am Institut für Pädagogik der Universität Regensburg
  • Seit 01.03.1995 Ernennung Ruf auf den Lehrstuhl für Allgemeine Pädagogik der Universität Passau
  • WS 2005/2006 Gastprofessur für Empirische Bildungsforschung und Bildungstheorie der Universität Wien
  • 2006 – 2007 Mitglied der Kommission zur Erstellung von Kerncurricula für die Lehrerbildung (LPO I) beim Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus 2006-2011
  • Wissenschaftliche Leitung (gemeinsam mit Prof. Dr. Ewald Kiel/LMU München) des von den Bayerischen Staatsministerien für Wissenschaft, Forschung und Kunst bzw. Unterricht und Kultus geförderten Forschungsprojektes „Wirksamkeit der Lehrerbildung – Biographiearbeit in der Lehrerbildung“
  • seit 2010 Sprecher des „Zentrums für Lehrerbildung und Fachdidaktik“ an der Universität Passau

Lehrergesundheit und Professionalisierung vom Studium bis zur Pension: biographie-orientierte Lehrerbildung als ein Ansatzpunkt?

Empirische Befragungen von Lehramtsstudierenden zeigen, dass diese ihrer Studien- und Berufswahl zum Teil problematische Vorstellungen über die beruflichen Aufgaben von Lehrerinnen und Lehrern wie auch über die zu deren Bewältigung als notwendig erachteten fachlichen, didaktischen und pädagogischen Kompetenzen und Persönlichkeitsmerkmale zu Grunde legen. Solche in der Berufswahl zum Tragen kommenden Vorstellungen über Beruf und daran anschließend über Studium und Studienverhalten haben Wurzeln in biographisch getönten Erfahrungen wie in Stereotypen über Schule, Unterricht und Lehrberuf. Gemessen an Kennzeichen pädagogischer Professionalität können daraus problematische Berufsbiographien von Lehrer/innen resultieren. Denn stehen zu Beginn der Berufsbiographie von Lehrerinnen und Lehrern Vorstellungen und Erwartungen, die der Realität des späteren Berufs nicht angemessen sind, dann sind Folgen in Form von Überlastung, Enttäuschung, Burnout vorgezeichnet, welche die gesamte Berufsbiographie belasten können. Zentral ist hier die Frage nach den Erwartungen an die eigene Gestaltungsfähigkeit und an den Umgang mit oft als „Scheitern“ erlebten Grenzen pädagogischen Handelns. Hier können sozialwissenschaftliche Theorien pädagogischer Professionalität helfen. Sie weisen darauf hin, dass pädagogisches Handeln durch strukturelle Kontingenz, d.h. unvermeidbare Unsicherheit, gekennzeichnet ist. Pädagogische Professionalität besteht demnach in der verantwortlichen Bewältigung dieser Kontingenz, sei es in der Unterrichtsplanung und -durchführung, sei es in der Klassenführung und dem Umgang mit individuellen Stärken und Schwächen der Schülerinnen und Schüler, sei es im Umgang mit Heterogenität von Herkunft und Lebenswelt in der Leistungsdiagnostik, Schullaufbahnberatung und der Elternarbeit. Hier setzt „biografieorientierte Lehrer/innenbildung“ an: Sie soll eine an pädagogischer Professionalität orientierte Kompetenz zur Reflexion der an das eigene berufliche Handeln gestellten Anforderungen von Professionalität erzeugen, welche über die gesamte Berufsbiografie hinweg erworben und aufrechterhalten werden muss. Biographisch gestützte Reflexion über die Möglichkeiten und Grenzen des eigenen pädagogischen Anspruchs und Handelns kann dann ein Mittel zur Aufrechterhaltung von Lehrergesundheit. Mit Blick auf vorliegende Untersuchungen zur besonderen Burnout-Gefährdung und Burnout-Belastung von Lehrer/innen stellt sich die Frage, ob biografieorientierte Lehrer/innenbildung so auch als ein Weg zur Aufrechterhaltung berufsbiographischer Lehrer/innengesundheit gesehen werden kann.

 

Kinderbetreuung

kinderbetreuung

Kinder werden nach vorheriger Anmeldung betreut.
Bitte geben Sie Ihren Betreuungswunsch bei der Anmeldung zu den Referaten im Anmeldeformular an.

Unfallschutz ist gewährt

unfallschutzFür alle Teilnehmer der Veranstaltung wird Unfallschutz gewährt. Bitte tragen Sie sich daher gleich am Eingang in die Anwesenheits­liste ein.

Bestätigung über Teilnahme

Alle Teilnehmer erhalten Bestätigungen über den freiwilligen Besuch einer Fortbildungs­ver­anstaltung.

Zum Seitenanfang